wearefootball.com Interview mit Matthias Flatz

Matthias Flatz steht seit Sommer 2015 bei RW Rankweil unter Vertrag. Der Mittelfeldspieler spielte zuvor mit Amateuren des SCR Altach in der Regionalliga West und konnte als AKA-Spieler auch bei den Lustenauer-Clubs schon Profiluft schnuppern. Im Interview spricht der 19-Jährige über die schwierige Tabellensituation, verrät wer sein stärkster Gegenspieler war und tippt den kommenden Europameister.


Hallo Matthias! Am vergangenen Wochenende konntest du mit RW Rankweil einen 2:1-Sieg gegen den SC Röthis feiern. Der Vorsprung auf den SK Meiningen beträgt nun fünf Punkte. Wie wichtig war dieser Erfolg?

Der Sieg war enorm wichtig für uns. In diesem Derby geht es immer um viel und da wir im Herbst verloren haben, wollten wir unbedingt das Rückspiel gewinnen. Es ist toll, dass es geklappt hat. Mit den drei Punkten konnten wir unseren Vorsprung auf Meiningen etwas vergrößern und den Abstand zum Mittelfeld verkürzen.

 

Eure Saison läuft bisher noch nicht wie gewünscht und ihr befindet euch mitten im Abstiegskampf. Was sind die Gründe dafür?

Es gab im Sommer viele Transfers und dadurch agierte das Team nicht sofort als eine Einheit und musste erst zueinanderfinden. Für mich ist das der Hauptgrund, warum es in der Hinrunde nicht geklappt hat. Wir konnten die Winterpause aber gut nutzen, um besser zusammenzuwachsen. Ich bin mir sicher, dass wir uns um Frühjahr steigern werden.

 

Rankweil ist mit einigen Ex-Altach-Amateuren bestückt. Auch du hast mit den Rheindörflern Regionalliga-Erfahrung gesammelt. Was sind die Unterschiede zwischen der Regionalliga und der Vorarlbergliga?

In der Regionalliga hat man mehr Trainingseinheiten, mehr Zeitaufwand bei Spieltagen und ist einer größeren Erwartungshaltung ausgesetzt. Viele Spieler schaffen den Sprung von der Regionalliga in den Profibereich. Die Vorarlbergliga geht mehr in Richtung Amateurfußball und der Spaß steht hauptsächlich im Vordergrund. Trotzdem will ich mit meiner Mannschaft natürlich so viele Punkte sammeln, wie möglich.

 

Du bist im Mittelfeld aktiv. Worin siehst du deine Stärken?

Das können andere besser beurteilen. Aber meiner Meinung nach meine Übersicht, die Schnelligkeit und Torgefahr.

 

Als 19-Jähriger hast du noch eine lange Fußballkarriere vor dir. Wie planst du deine Zukunft?

Im Moment kann ich dazu nichts sagen. Im Fußball kann alles sehr schnell gehen und sich einiges ändern, deshalb weiß ich noch nicht, wie es weitergeht. Ich konzentriere mich derzeit auf meine Aufgabe bei RW Rankweil.

 

Welcher Spieler war dein bisher stärkster Gegenspieler und von welchem Spieler konntest du am meisten lernen?

Der stärkste Gegenspieler war sicher Karim Onisiwo. Ich habe gegen ihn gespielt, als er noch bei Austria Salzburg unter Vertrag stand. Für mich bringt er sehr vieles mit, was einen kompletten Offensivspieler auszeichnet. Am meisten gelernt habe ich in meiner Zeit beim FC- und bei Austria Lustenau. Ich durfte dort als Kooperationsspieler der heimischen Akademie mit einigen starken Spielern trainieren.

 

Wie schon in den Interviews in den Vorwochen wollen wir auch von dir wissen, wer sich bei der Europameisterschaft in Frankreich durchsetzen wird?

Frankreich hat eine starke Mannschaft und sie haben auch den Heimvorteil. Ich denke aber, dass Deutschland nach dem Weltmeistertitel auch Europameister wird.